plus minus gleich
Artikel nach Datum gefiltert: August 2018

Rhybligg, Rhystärn, Stadtliebi, Emilie Louise Frey und Basilea waren die Namen für das neue Schiff der BPG, vorselektioniert aus 1 777 Namensvorschläge aus der Bevölkerung. „Basilea“ war mein Favorit, auch 60 % von 1 100 Leser/innen einer Lokalzeitung sahen es so. Aber es kam anders: Die Basler Personenschifffahrt BPG begründet die Wahl des Namens Rhystärn mit einem leicht-esoterischen Hauch: „Sterne symbolisieren Romantik und stehen für Schutz und Begleitung, für Träume und besondere Wünsche, wirken geheimnisvoll wie inspirierend. Diese Symboliken passen perfekt zum Schiff und zu einer Fahrt auf dem Rhein.“ Und ich denke mir: „Rhystärn“ passt wirklich gut zu „Baslerdybli“ und „Lällekönig“.

Nur, meine Argumentation greift zu kurz. Wie an der Medienkonferenz zu erfahren ist, will sich die BPG definitiv von der 38-jährigen „Lällekönig“ trennen*. Geschäftsführer Peter Stalder: „Wir wollen die ‚Drei-Schiff-Strategie’ beibehalten.“ Nun gilt es, im August, wenn die „Rhystärn“ definitiv in den Kursverkehr kommt, und im September die vier Schiffe zu geniessen. Die „Lällekönig“ verlässt gegen Ende Oktober Basel, einer der Interessenten ist die KD. Daniel Thiriet, Verwaltungsratspräsident der BPG, rechtfertigt den Neubau wie folgt: „MS Lällekönig benötigt sehr grosse Investitionen.“ Dieser Aufwand würde sich aus Ausgaben zusammen setzen, die mit neuen internationalen Vorschriften auf dem Rhein im Zusammenhang stünden, aus aktuellen Kundenwünschen, die sich in den letzten 30 Jahre verändert hätten und aus Abnützungserscheinungen des Inventars.

Darauf meinte ein anwesender Journalist, die BPG habe an MS Lällekönig schon sehr lange nichts mehr gemacht, nun sei der Investitionsbedarf natürlich sehr gross. „Und warum trennt man sich nicht von MS Baslerdybli“, fragte er nach. „Das MS Baslerdybli ist uns ans Herz gewachsen; die Basler lieben dieses Schiff“, gibt Thiriet ein flammendes Bekenntnis ab. Ausserdem habe das Schiff eine ideale Grösse für kleinere Gesellschaften und für Schlechtwettertage mit kleinen Kursfrequenzen. Peter Stalder: „Wir vermieten unsere Schiffe 200 Mal im Jahr – Schiffscharter sind in Basel sehr populär.“ Auch MS Baslerdybli ist in die Jahre gekommen und braucht für eine Renovation mindestens 1,2 Millionen Franken, die die BPG aber nicht hat. "Wir möchten das Schiff einem Club übergeben, der es hegt und pflegt“, verrät Daniel Thiriet die Strategie des Verwaltungsrates. Die BPG würden dann jeweils bei Gebrauch das Schiff vom noch zu gründenden Verein anmieten. In einem Jahr wisse man mehr.

Nun zum Neubau: Zum letzten Mal gab es in Basel eine Schiffstaufe vor über 25 Jahren mit MS Christoph Merian. „Als ich 2011 in den VR kam, war ein neues Schiff bereits ein Thema,“ erläutert Thiriet. „Da die BPG-Aktien zu 100 % der Stadt Basel gehören, war die Prozessdauer bis zur Entscheidungsfindung lange.“ Die Planungen für das Schiff haben insgesamt fünf Jahre gedauert. Das baselstädtische Kantonsparlament bewilligte schliesslich im Mai 2016 neun Millionen Franken dafür. Zum Raumprogramm des Schiffes sagte Daniel Thiriet: „Ein grosser Saal für 300 Personen und viel Platz auf dem Sonnendeck waren die Vorgaben.“ Beide Zielsetzungen sind sehr gut umgesetzt: Obwohl der Saal nun für 320 Gäste Essensplätze bietet wirkt er angenehm übersichtlich. Peter Stalder kennt das Geheimnis: „Die Raumhöhe von 260 cm netto ist mehr als auf jedem andern Schweizer Schiff, ausser jenen mit einem Atrium.“ Dies im Gegensatz zur „Christoph Merian“, die für mich im unteren Salon eine bedrückende Atmosphäre verbreitet. Die farblich veränderbare, grossflächige Lichtdecke mitten im Saal der „Rhystärn“ trägt ebenfalls zum sehr angenehmen Raumgefühl bei. Stalder: „Emotionen sind wichtig. Der Fahrgast soll sich wohl fühlen.“

Das Sonnendeck bietet jedem Geschmack etwas: Schatten- und Sonnenlätze in grosser Anzahl, solche zum Anlehnen und Einzelstühle und andere mit Bänken, die auch zum Liegen einladen, insgesamt 250 Plätze. Peter Stalder: „Die Bedürfnisse der Kunden haben sich seit 1992 (Einführung des MS Christoph Merian) stark verändert. Die Menschen wollen wieder draussen sitzen, keine Kompromisse auf kleinen Decks eingehen, grosszügige Raumvolumen sind gefragt.“ Das Entrée ist der „Christoph Merian“ nachempfunden mit Platz für Garderobe, Möglichkeiten für Stehapéros, den Lift und den Abgängen zu den besonders gestalteten Toiletten. Zur Innengestaltung zog die BPG Jan-Peter Keller von der artEmotional GmbH Basel bei. Diese Firma beschreibt ihren Schwerpunkt mit: „Beratungsleistungen für Kunden-Emotionalisierung, Ausstellungen und Inszenierungen“, wo sie auch 12 Jahre für den Europapark Rust arbeitete. Auch hier gab der VR eine strategische Marschrichtung vor. Thiriet: „Wenn man ins Schiff eintritt, sollte das Intérieur einem das Gefühl von Basel vermitteln.“  Die aufwändige „Kunst am Bau“ wurde von den Rhein-Salinen gesponsert.

Beim Bau gab es in Linz zeitliche Verzögerungen der Werft. Der an der Medienkonferenz anwesende Öswag-Prokurist und Projektleiter Reinhard Rath erklärte gegenüber der SA die Gründe: „Wir haben das gesamte Produktionssystem auf 3-D umgestellt. Das ermöglicht effizientere Prozesse bis hin zur Metallfräsmaschine. Diese Umstellung dauerte länger als geplant. Ausserdem hat uns der für die Umstellung zuständige Projektleiter aus privaten Gründen verlassen und sein Vize bezog Vaterschaftsurlaub.“ Auch andere ÖSWAG-Produkte wie MS Österreich (Bodensee) und MS Engelberg (Bielersee) waren von der Verzögerung betroffen.

Nach einer zehntägigen Überfahrt von Linz über die Donau, den Main-Donau-Kanal, den Main und den Rhein und über 1 226 zurückgelegten Kilometern kam das Schiff am 11. Mai 2018 in Basel an. Reinhard Rath: „Das war die längste Probefahrt eines ÖSWAG-Schiffes.“ Den offiziellen Taufakt auf dem Rhein nahm Kathrin Renggli, Leiterin des Europäischen Jugendchor Festival Basel EJFC, am 16. Mai vor. Die Jungfernfahrt war dann nach der BAV-Abnahme am 28. Mai. Die knappe Zeit reichte nicht, das Schiff für den Stromabschnitt oberhalb der mittleren Rheinbrücke abzunehmen. An der Jungfernfahrt navigierte Florian Sulzer, der für die „Rhystärn“ zuständige Kapitän und Ausbildner. Am Tag der offenen Schiffe vom 16. Juni durften dann die „Sponsoren“, sprich die Basler Bevölkerung, das Schiff besichtigen: 2 350 Besuchende zählte die BPG. Den Juli brauchte man für die Instruktionsfahrten der Schiffsführer, während das stehende Schiff an den lauen Sommerabenden offen stand für einen chilligen Ausgang. Stalder: “Wir konnten 7 500 Gäste bewirten, es war ein voller Erfolg.“ Die ersten Kursfahrten starteten am 1. August. 2018 feiert die BPG ihr 50-jähriges Firmenjubiläum als Aktiengesellschaft**. Damit gönnt sie sich das schönste Geburtstagsgeschenk, das sich eine Schifffahrtsgesellschaft wünschen kann: ein neues Schiff.

Bilder: Auch nach aussen strahlt die „Rhystärn“ eine Grosszügigkeit aus. Trotz der Saalgrösse von über 300 Essensplätzen wirkt der Salon lichtdurchflutet und leicht. Der Projektleiter der Öwag, Reinhard Rath, zeigt uns den Maschinenraum. Der Rhystärn-Kapitän Florian Sulzer fühlt sich bereits auf den Probefahrten wohl im Steuerhaus der „Rhystärn“. BPG-Geschäftsleiter Peter Stalder ist glücklich über den Neubau: „Die Rhystärn-Crew kann auch ein anspruchsvolles Klientel problemlos zufrieden von Bord lassen.“ Dazu wird sicher auch die Küche ihren Beitrag leisten. Blick aufs Oberdeck mit seinem „hängenden Garten“. Und schliesslich ein „Portrait“, aufgenommen am Kraftwerk Augst. Bild 1 BPG, Text und übrige Bilder H. Amstad.

Techn. Daten MS Rhystärn: Werft ÖSWAG Linz, 2018, L 69,9 m, B 11,4 m, m 460 t leer, 550 t beladen, v 21 km/h im Stillwasser, 2 x 331 kW 6-Zylinder Reihenmotor Scania, 2 Schottel STP 150, Bugstrahler STT 60, 600 pax Fassungsvermögen.

Bemerkungen: *) MS Lällekönig wird voraussichtlich vom 25. bis 28.10.18 in Richtung Norden fahren und den Bestimmungshafen ansteuern. Die BPG plant mit Eurobus eine Begleitreise. Vorgängig werden noch einzelne Erlebnisfahrten auf der „Lällekönig“ stattfinden. Die BPG wird den Abschied in Basel auf dem digitalen Weg posten.

**) Bereits 1832 erreichte der Passagierdampfer Stadt Frankfurt Basel. Diverse andere Dampfschiffe waren für den Waren- und Personentrabsport ab 1838 im regelmässigen Einsatz zwischen Basel und Strasbourg. Das Ganze kam nicht zum Rentieren und so stellte man die Passagierschifffahrt 1849 wieder ein. Erst 1907 kamen dank der Initiative von Rudolf Gelpke die Raddampfer Christoph Musmacher und 1908 DS Mülheim am Rhein nach Basel und boten erfolgreiche Rundfahrten. Der 1. Weltkrieg setzte 1914 ein Ende dieser Episode. 1924 wurde dann die „Basler Personenschiffahrts-Gesellschaft“ in Form einer Genossenschaft gegründet, worauf 1925 MS Rheinfelden die moderne  Personenschifffahrt begründete. Seither fahren regelmässig Passagierschiffe auf dem Basler Rhein. 1926 gab es durch die BRAG Konkurrenz. Statt mit ihr zu kooperieren führte der Alleingang 1929 in den Konkurs der Genossenschaft. 1968 wurde die BRAG an ein ausländisches Unternehmen verkauft und der Personenverkehr ausgelagert. Umgehend wurde die Basler Personenschifffahrts-Gesellschaft BPG in Form einer Aktiengesellschaft neu gegründet.

 
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Biel, 26. Mai 2018. Schiffsgotte Barbara Egger liess es nicht zu, dass der speziell für die Taufe des Schiffes herbei geruderte Meeresgott Neptun die Champagnerflasche am Bug der noch namenslosen „MS60“ selber zerschellen wollte. „Nei, das mach ich...“, sagte die an diesem Tag noch-Regierungsrätin des Kantons Bern zum Hohen Besuch. „Diese Taufe ist mein letzter Auftritt als Bau-, Verkehrs- und Energieministerin – am kommenden Freitag räume ich nach 16 Jahren meinen Platz.“ Sie schaute in ihrer Taufansprache kurz zurück auf den politischen Prozess, der im finanzarmen Kanton Bern bei Tourismusausgaben stets auf eine breite politische Unterstützung zählen darf. „2016 gab der Berner Grosse Rat mit 128 ja zu 14 nein ein Versprechen ab, mit einem neuen Schiff eine nachhaltige Verbesserung des Schiffsverkehrs zu erzielen.“ So erinnert sie die Bielersee Schifffahrtsgesellschafft BSG daran, im Winter und am Abend vermehrt Schiffe fahren zu lassen, so wie es in der Vorlage zur Beschaffung des 60-plätzigen Schiffes stand. „Der Kanton Bern hat in den letzten 15 Jahren 17 Millionen in die BLS- und 15 Millionen in die BSG-Flotte investiert“. Dafür zahlt er 2009 keine Beiträge mehr an die laufenden Betriebskosten der Schifffahrtsgesellschaften. Zum guten Glück haben aber alle drei Berner Seen starke Partner im Rücken: der Thuner- und Brienzersee die BLS und der Bielersee die asm* (Aare Seeland Mobil).

Erich Fehr, Verwaltungsratspräsident der BSG und Stadtpräsident von Biel, bekräftigte, eine Wachstumsstragie umzusetzen unter dem Motto „Mehr-Schiff denn je“. „Der Anfang ist gemacht mit der Schaffung von drei neuen Stellen“, hob Fehr hervor. Fredy Miller, als Geschäftsleiter der asm automatisch auch Direktor der BSG, überbrachte dann den eingeladenen Gästen und zahlreichen Zuschauenden eine gute und eine schlechte Nachricht mit. „Durch die bauliche Verzögerung der ÖSWAG konnte das Bundesamt für Verkehr das Schiff noch nicht abnehmen. Deshalb können wir nun auf der Jungfernfahrt nicht mitfahren.“ Die Gäste verteilten sich somit auf die Einheiten Stadt Biel und Rousseau, während die „St. Petersinsel“ für das zahlende Fussvolk zur Verfügung stand. Das neue Schiff nahm zwar am Korso ohne Passagiere teil, schwamm aber deutlich über der vorgesehenen Wasserlinie; Mobiliar und Inneneinrichtungen werden dem Schiff in den kommenden Wochen den berechneten Schwerpunkt noch ermöglichen. Und die gute Nachricht? „2019 ist ein massiv verbesserter Fahrplan in Planung.“ So soll die Saison im Herbst verlängert werden, an Sonntagen fährt nebst den Neuenburgern auch ein BSG-Schiff nach Neuchâtel und die St. Petersinsel wird von Biel aus vermehrt angefahren.

Als die anwesenden Benediktinerbrüder Abt Christian Meyer und Pater Patrick Ledergerber, der Pfarrer von Engelberg, beim Taufakt keinen Segen der christlichen Seefahrt überbringen durften, fragte ich mich, was denn die Geistlichen unter den in Sonntagskleidern herausgeputzten Gästeschar suchen wollten. Das Rätsel wurde gelöst: Als die Taufflasche am Fender zerschellte und die Hülle vom Namen fiel, strahlten überdimensionierte Buchstaben dem Applaus des Publikums entgegen: ENGELBERG. Für den Abt des gleichnamigen Klosters  war die Namensgebung eine freudige Überraschung. Christian Meyer: „Für unsere Klostergemeinschaft ist es eine Ehre, dass die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft dem neusten Flottenzuwachs diesen Namen gegeben hat.“

Das Kloster Engelberg** ist eine Benediktinerabtei seit 1120 und war von 1235 bis 1433 Eigentümerin eines aus heutiger Sicht stattlichen Rebguts am Bielersee. Patrick Ledergerber: „Heute tragen neben der Schiffsanlegestelle auch ein Restaurant sowie ein Rebhaus den Namen Engelberg und halten so die Erinnerung an den ehemaligen Klosterbesitz wach.“ Vor einem Jahr konnte die Engelberger Klostergemeinschaft einen rund drei Hektaren grossen Teil des einstigen Rebgutes zurück erwerben. Am 24. Juni 2018 wurde offiziell der erste klostereigene Wein von der ehrenwerten Trüelerzunft zu Twann vom Bielersee ins Obwaldner Klosterdorf geliefert.

Biel, 18. August 2018. Ich erlebte heute meine erste Fahrt mit der „Engelberg“, dies auf dem Kurs 171 Biel ab 15.45 Uhr. Nach der Abfahrt war der Hafen der Uhrenstadt leer. Sämtliche BSG-Schiffe waren heute Samstag unterwegs: die „Mobicat“ und „Stadt Biel“ auf Extrafahrt, die „Berna“ und „Chasseral“ auf den Haupt- und eben die „Engelberg“ auf den Zusatzkursen des Bielersees, die „Rousseau“ machte die Dreiseenfahrt nach Murten und die Einheiten Stadt Solothurn und Siesta die Aarefahrten nach Solothurn. Das Schiff St. Petersinsel war mitten in der Hochsaison an Land aufgedockt. Das Schiff erlitt Ende Juli eine Havarie, die eine sofortige Stilllegung erforderlich machte. Der BSG-Geschäftsleiter Thomas Mühlethaler zum Vorfall: „Der Schaden lag an der Wellenabdichtung steuerbord im Stevenrohr, womit Wasser eindrang. Das Schiff ist seit dem 17. August an Land zur Reperatur.“


Angenehm überrascht werde ich mit dem Gastroangebot, das nebst dem gesamten Getränkesortiment immerhin je drei warme und drei kalte Speisen auf der Karte hat, dies zu moderaten Preisen. Der Salon bietet 48 geräumige Plätze. Aussenplätze hingegen sind rar: die Bugpartie darf nicht begangen werden und im Heck hat es kaum für ein Dutzend Fährgäste völlig gedeckte und lärmige Sitzgelegenheiten. Obwohl die Dieselaggregate kaum hörbar und der elektrische Antrieb sehr leise sind, macht das Schiff in der Heckpartie einen Lärm, bei dem man das eigene Wort nicht versteht. Thomas Mühlethaler zu diesem Phänomen: „Dies wird zur Zeit überprüft und anschliessend behoben. Die Ursache ist in Abklärung.“

Thomas Mühlethaler ist seit anfangs 2017 der Nachfolger von Thomas Erne, der den Bau der „Engelberg“ vor drei Jahren in die Wege leitete. „Baut man heutzutage noch Schiffe für bloss 60 Personen?“ wollte ich vom Geschäftsführer wissen. Mühlethaler: „Doch, das macht für uns Sinn. Es geht zum einen um eine gezielte Angebotserweiterung im Bereich der Extrafahrten für Kleingruppen und zum andern um flexible Einsatzmöglichkeiten auf weniger frequentierten Kursfahrten. Ausserdem setzen wir auf den Ausbau des Fahrplans und der Steigerung des Umsatzes im Extra- und Themenfahrtenbereich. Das MS Engelberg ermöglicht dies.“

Bilder: Die Champagnerflasche zerschellt, die Hülle des Namens fällt und Neptun, Regierungsrätin Barbara Egger sowie Verwaltungsratspräsident Erich Fehr wünschen dem Schiff viel Glück. Die erste Ausfahrt der „Engelberg“ nach der Taufakt vom 26. Mai im gleissenden Abendlicht aus dem Bieler Hafen. Das 60-Personenschiff auf der Jungfernfahrt noch ohne Gäste vor der Traumkulisse der Bielersee-Rebberge. Das Steuerhaus dient auf seiner Rückwand auch als Kasse. Blick auf den Bug und ins Buffet Richtung Salon/Heckpartie.  Ein schönes Gestaltungselement ist das ovale Oberlicht in eine fensterlose Partie des Schiffes. Bild 4 R. Lutz, Text und übrige Bilder: H. Amstad

Bemerkungen: *) Am 5. April 1984 wurde eine Betriebsgemeinschaft unter dem Namen Oberaargau-Solothurn-Seeland-Transport (OSST) zwischen den Bahnen OJB, SNB, BTI und den Oberaargauischen Automobilkursen (OAK) sowie der Standseilbahn Ligerz-Tessenberg-Bahn (LTB) und der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) gegründet. 1999 kam dann der gesellschaftsrechtliche Schritt, der die Unternehmungen fusionierte, neu unter dem Namen Aare Seeland mobil AG (asm) mit Sitz in Langenthal. Die BSG ist dabei eine Kooperationspartnerin der asm und damit rechtlich weiterhin ein selbständiges Unternehmen.
**) Seit der Gründung im Jahre 1120 prägt das Benediktinerkloster Engelberg die Geschichte der ganzen Region. Die heutigen Tätigkeiten der Mönche erwuchsen weitgehend aus den Bedürfnissen des Ortes: Seelsorge in der Pfarrei, Bildungsarbeit an der Stifts- und Sportschule (Gymnasium), Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sowie Kultur- und Landschaftspflege sind Bereiche, in denen sich die Mönche und die zunehmende Zahl weltlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters engagieren. Das Benediktinerkloster Engelberg ist nach den Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG der zweitgrösste Arbeitgeber in der Region.

Techn. Daten: MS Engelberg, Werft Öswag Linz, 2018, L 30.00 m, B 5.30 m, T 1.25 m, m 92 t, 2 Scania Generatoren mit je 200 kW, 2 Elektromotoren mit je 160 kW, 2 Schottel Ruderpropeller, vmax 23 km/h, 60 pax, Besatzung 1.

 
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